Auto über Winter einlagern – So richtig einwintern!

Viele Autohalter fahren eines ihrer geliebten Schmuckstücke meist nur in der warmen Jahreszeit und lagern ihr Sommerauto über den Winter ein. Meist handelt es sich dabei um Cabrios oder teurere Sportwagen, die am besten nicht den Gefahren des Winters ausgesetzt werden sollen. Beim Auto einwintern gibt es allerdings einiges zu beachten. Was das genau ist, wird im folgenden Beitrag erläutert. 

 

Auto richtig einwintern – So richtig über Winter einlagern!

Um das Auto ordnungsgemäß in den Winterschlaf zu schicken, gilt es einige Punkte zu beachten.

 

1. Reifendruck erhöhen
Das Fahrzeug wird in den kommenden Wochen ausschließlich stehen. Folgerichtig wirkt sich dies vor allem auf die Reifen aus. Hier gibt es verschiedene Verfahrensmöglichkeiten.

Eine Möglichkeit wäre das Montieren von Standreifen, sprich alten Winterreifen. Dies hat zur Folge, dass die Sommerreifen nicht weiter belastet werden und ordnungsgemäß gelagert werden können. Für eine private Unterbringung eignet sich beispielsweise ein Felgenbaum.

Sollen die Reifen jedoch nicht gewechselt werden, so sollte vor dem Einmotten der Luftdruck gemessen und erhöht werden. Reifenfüllmessgeräte gibt es bereits für wenige Euro. Etwas teurer hingegen wird es, wenn ein eigener Kompressor angeschafft werden soll. Alternativ zur nächsten Tankstelle fahren und dort den Luftdruck erhöhen.

Wenn man Zugang zum Fahrzeug während des Winterschlafes hat, sollte dieses um einige Zentimeter bewegt (rollen reicht aus) werden. Dadurch wird verhindert, dass die Masse über die gesamten Zeitraum auf die gleiche Stelle des Reifens drückt.

 

2. Frostschutz auffüllen

Da der Winter eisige Minusgrade mit sich bringt, muss auch dementsprechend die ausreichende Versorgung an Frostschutzmittel sichergestellt sein.

Dafür gilt es zum einen Kühlerfrostschutzmittel nachzufüllen (falls benötigt) und auch die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel zu versehen. Mit einem Frostschutzprüfer kann nachgesehen werden, bis wie viel Grad das aktuelle Mischverhältnis den Kühler auch wirklich schützt.

Nach dem Befüllen der Wischanlage sollte diese noch einmal genutzt werden, damit sich das Frostschutzmittel auch in den Leitungen verteilt.

 

3. Autowäsche, Lackpflege und Innenreinigung

Zum letzten Mal vor dem Einmotten gilt es das Auto gründlich zu waschen. Dafür eignet sich die hier beschriebene Auto Handwäsche inklusive Versiegelung. Danach unbedingt darauf achten, dass das Fahrzeug auch gut abgetrocknet wurde bzw. im besten Fall noch im Freien ordentlich trocknen kann.

Damit der Neustart im Frühling auch angenehm vonstatten geht, sollte ebenfalls eine gründliche Auto Innenreinigung stattfinden. Dies dient vorrangig dem persönlichen Wohlbefinden. Wer setzt sich schon nicht gerne in ein sauberes und gut riechendes Auto?

 

4. Türdichtungen pflegen & Türscharnieren schmieren

Ist das Auto grundgereinigt worden, so bietet es sich an, an dieser Stelle auch die Türdichtungen einmal zu pflegen. Da diese im besten Fall schon sauber sind, muss sie an dieser Stelle nur noch mit der Gummipflege eingerieben werden.

Damit auch nach dem Einwintern alles schön leichtfüßig auf und zu geht, können die Türscharnieren geschmiert werden. Dafür einfach vorsichtig das gute alte WD40 auf die Scharnieren geben und verteilen.

 

5. Batterie ausbauen

Befindet sich das Fahrzeug an seinem Bestimmungsort, so kann nun die Autobatterie entfernt werden. Mit der Autobatterie wird dann eine Erhaltungsladung durchgeführt. Das sorgt dafür, dass die Batterie nicht schlapp macht und nach der Winterpause noch genau so gut funktioniert, wie vorher. Ein entsprechendes vollautomatisches Ladegerät gibt es für unter 70 Euro.

Außerdem hat der Ausbau den Vorteil, dass das Auto nicht so einfach geklaut werden kann ?

 

6. Auto abdecken & einlagern

Im letzten Schritt wird dann das Auto endgültig eingewintert. Dafür sollte ein entsprechender Stellplatz in einer Garage oder Halle zur Verfügung stehen.

Allerdings gibt es noch bessere Methoden, als das Fahrzeug einfach nur abzustellen. Zusätzlich empfiehlt sich eine Autoabdeckung oder einer Softgarage. Dieses erst über das Auto streifen, wenn es sich am endgültigen Abstellplatz befindet und vollständig getrocknet ist.

 

7. Sonstiges

Zum Abschluss noch ein paar Quick-Tipps:

  • Nicht die Handbremse anziehen, da ansonsten die Belege festbacken können.
  • Am besten das Auto aufbocken, um die Reifen zu entlasten. Alternativ können auch sogenannte Reifenwiegen genutzt werden.

 

Fazit: Richtiges einwintern ist einfach

Richtiges einwintern ist gar nicht so schwer und kann auch von weniger autoaffinen Personen erledigt werden. Lediglich die oben genannten Schritte sind zu beachten und schon steht dem Auto Winterschlaf nichts mehr im Wege.

Weitere interessante Beiträge zum Thema Auto im Winter gibt es hier im Ratgeber.

 

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